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Margaretha Baumgartner, unsere "Blanche du Bois" aus der
überaus erfolgreichen früheren Spielzeit, hat ihre Abschlussprüfung
am Berliner Konservatorium absolviert. Danach war sie in Kaiserslautern
engagiert. Dort spielte sie u.a. die Luise in "Kabale und Liebe" und die
Marlies in "Trilogie des Wiedersehens". Es folgten einige Jahre am Deutschen
Theater in Göttingen. Dort hat Margaretha Baumgartner z.B. die Maria
in Cechovs "Platonow", die Sonja in Dostojevskijs "Raskolnikov", die Viola
in "Was ihr wollt" von Shakespeare, die Alkmene in Kleists "Amphytrion"
und zahlreiche andere Rollen gespielt. Anschließend war sie am Schauspielhaus
Wien bei Hans Gratzer engagiert. Es folgten Engagements am Theater in der
Drachengasse in Wien, an das dortige Volkstheater, schließlich an
das Theater in der Josefstadt. Als Gast war sie bei den Hersfelder Sommerfestspielen
u.a. in Brechts "Dreigroschenoper" als Lucy und als Josephine in Nestroys
"Frühere Verhältnisse" zu sehen.
Margaretha Baumgartner hat mit Regiesseuren wie Fleckenstein, Pflegerl,
Lotschak, Hesse, Gratzer, Baasner, Wallner, Dietrich, Schwarz, Weck, Kaspar,
Hübsch,Müller-Elmau und Engels gearbeitet. Auch im Fernsehen
war und ist sie immer wieder zu sehen, z.B. im "Spiegel der Presse" als
Blanche du Bois.
Pressespiegel:
In der Gestalt der Blanche, hervorragend gespielt von Margaretha Baumgartner,
ist Williams eine grandiose Bühnenfigur gelungen...
In einer vorbildlichen Ensembleleistung kommt vor allem Margaretha Baumgartner
zur Geltung, die der alkoholabhängigen Blanche in ihrem Ringen um
Würde tragische Größe verleiht. Am Ende im Irrsinn gefangen,
gelingen ihr Szenen von erschütternder Schönheit - sie ist wirklich
an der Endstation Sehnsucht angekommen...
Gut gelang es Margaretha Baumgartner, die Rolle der zerbrechlichen,
auf dem schmalen Grat zwischen Wahnsinn und Aggression balancierenden Blanche
umzusetzen...
Margaretha Baumgartner zeichnete diese gefährdete Frau nicht als
kranke Hysterikerin, sondern als ein tiefverletztes, labiles Wesen, das
an seiner Vergangenheit und gegenwart unweigerlich zerbrechen muß... |